Loadbalancing Varianten
Layer4-Loadbalancing
mittels Direct Route
Beim Layer4-Loadbalancing sendet der Client eine Anfrage (beispielsweise durch den Aufruf einer Internetseite), die zuerst beim Loadbalancer landet. Dort wird im ankommenden Paket das entsprechende Ethernet-Frame so manipuliert, dass es eine direkte Anfrage des Clients an einen der Webserver darstellt - der Load Balancer tauscht dazu seine eigene Ziel-MAC-Adresse gegen die des zu vermittelnden Webservers aus und sendet das Frame weiter. Die IP-Adresse und auch der Rest des Paketes bleiben dabei unverändert. Der Webserver, der das Frame bekommen hat, sendet die Antwort (Auslieferung der Internetseite) nun direkt an die IP-Adresse des Absenders (Client) zurück. Der Client hat damit den Eindruck, er kommuniziere nur mit einem einzigen Rechner, nämlich dem Loadbalancer, während der Server tatsächlich nur mit einem Rechner, direkt mit dem Client, kommuniziert.
Der Vorteil beim Layer4-Loadbalancing ist die Entlastung des Loadbalancers. Der meist datenreichere Rückverkehr findet auf direktem Wege zwischen Webserver und Client statt. Das von uns eingesetzte Verfahren erlaubt es zudem, anhand der eingehenden IP-Adresse bis zu einem einstellbaren Timeout eine einmal aufgebaute Verbindung immer genau einem Webserver zuzuweisen.
Layer4-Loadbalancing ist nicht geeignet, wenn Sessions nicht protokollübergreifend verwaltet werden können. So ist z.B. ein Wechsel der Verbindung von HTTP zu HTTPS nicht möglich. Prinzipiell lassen sich mit dieser Variante aber auch andere Protokolle wie SMTP, POP3 und weitere (kein FTP) auf mehrere Systeme verteilen.